Natur- und erlebnispädagogischer Zertifikatskurs

Kinderhand am Baum

Ab September 2020 besteht die Möglichkeit, verschiedene Seminare aus den Bereichen Natur- und Erlebnispädagogik zu besuchen, welche Einblicke in die Möglichkeiten entsprechender Methoden und Ideen sowie in deren Umsetzung im eigenen pädagogischen Alltag geben sollen. Die Seminare sind explizit praxisbezogen aufgebaut und beziehen sich in unterschiedlichen Anteilen auf die Teilbereiche der Natur- und Erlebnispädagogik. Anhand verschiedener Methoden, Spiele und Aktivitäten sollen zuerst das eigene Bewusstsein angesprochen, Erfahrungen und Kenntnisse erweitert und das Erlernte gemeinsam reflektiert werden, um die erworbenen Fertigkeiten dann anschließend ganz individuell in die eigene Tätigkeit integrieren bzw. als Anreiz für die selbständige Vertiefung nutzen zu können. Derzeit werden dazu vierzehn Seminare angeboten (eine Übersicht ist weiter unten zu finden), das Angebot soll jedoch stets an die Bedürfnisse der Teilnehmenden angepasst und erweitert werden.

Das Besondere an unserem Angebot ist, dass die Seminare je nach eigenen Interessen, Bedürfnissen bzw. beruflichem Kontext unabhängig voneinander gebucht werden können, abgeschlossen werden sie mit einem Teilnahmezertifikat.

Darüber hinaus können jedoch auch in zwei Stufen erweiterte Zertifikate erworben werden: Jeweils vier Seminare werden zu Grundlagen- bzw. Vertiefungsqualifizierungen zusammengefügt. Diese werden dann mit einem „kleinen“ Zertifikat abgeschlossen und können ebenfalls grundsätzlich unabhängig voneinander erworben werden.

Grundlagen I                     Zielgruppe: Elementarbereich sowie Grundschulen

Grundlagen II                   Zielgruppe: ältere Kinder, Jugendliche, Erwachsene

Vertiefung I                       Zielgruppe und Methoden gemischt

Vertiefung II                      Zielgruppe und Methoden gemischt

Die Zertifikate bescheinigen erweiterte Kenntnisse im Bereich der Natur- und Erlebnispädagogik, gewähren jedoch noch nicht die Bezeichnung des zertifizierten Natur- und Erlebnispädagog*en.

Erst in der nächsten Stufe können drei „kleine“ Zertifikate – verbunden mit einem selbstorganisierten Praxisprojekt – zur Erlangung des großen „NERZ“-Zertifikates (Natur- und erlebnispädagogischer Zertifikatskurs) zusammengefasst werden. Das Praxisprojekt wird im eigenen beruflichen Umfeld oder einer selbständig gewählten Einrichtung durchgeführt, eine Begleitung durch das NERZ kann nach individueller Absprache erfolgen. Wurde die Teilnahme an den „kleinen“ Zertifikatskursen sowie die dokumentierte Durchführung des Praxisprojektes bestätigt, dürfen die Absolvent*en anschließend den Titel des zertifizierten Natur- und Erlebnispädagog*en („NERZ“) führen.

Grundlagen I oder Grundlagen II –> Vertiefung I –> Vertiefung II ->                 Praxisprojekt –> NERZ-Zertifikat

Das NERZ bietet mit seinem Angebot ein Höchstmaß an Flexibilität. So können nicht nur die verschiedenen Qualifizierungsstufen (Einzelseminare, kleine Zertifikate und NERZ-Zertifikat) individuell auf die eigenen Bedürfnisse abgestimmt werden. Auch die zeitliche Organisation erlaubt eine sehr persönliche Realisierung. Die Seminare werden mindestens im zweijährigen Rhythmus wiederholt (einige Seminare auch jährlich). Damit ist ein Abschluss der Gesamtausbildung nach ca. 1,5 Jahren möglich, sie sollte generell jedoch nicht länger als 4 Jahre dauern. Ein Einstieg ist laufend möglich.

Außerdem muss die Entscheidung für eine höhere Stufe nicht zu Beginn getroffen werden, d.h. es können erst verschiedene einzelne Seminare besucht werden, bevor die Wahl auf ein erweitertes Zertifikat oder gar die Gesamtausbildung fällt. Das Praxisprojekt ist für das NERZ-Zertifikat jedoch in jedem Fall obligatorisch.

Um einen hohen Qualitätsstandard gewährleisten zu können, der unseren eigenen Ansprüchen an die Zertifizierung genügt, sollten auf der mittleren Qualifizierungsstufe alle jeweils obligatorischen Module besucht werden. Im Rahmen des NERZ-Zertifikates darf maximal ein Modul ausgelassen werden. Gegebenenfalls können individuelle Nachholtermine unter gesonderten Bedingungen vereinbart werden.

Die Angebote des NERZ sind praxisorientiert und richten sich somit vorrangig an Fachleute aus dem pädagogischen Bereich (Kinder- und Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, Kitas, Schulen, Erwachsenenbildung etc.), ein entsprechender beruflicher Abschluss oder Berufserfahrung ist obligat. Unter bestimmten Voraussetzungen können jedoch auch Interessenten ohne Abschluss oder einschlägige Berufserfahrung teilnehmen, jedoch werden bestimmte pädagogische Kenntnisse vorausgesetzt, deren Vermittlung nicht Bestandteil der Ausbildung ist.

Ein Seminar hat einen Umfang von ca. 21 Zeitstunden (inklusive Pausen) und findet jeweils an einem Wochenende statt. Es beginnt in der Regel freitags 13.00Uhr und endet sonntags 15.00Uhr. Es findet im Forsthaus am Rabistal in Braunschwende, Dorfstraße Braunschwende 59 in 06343 Mansfeld, sowie in der direkten Umgebung statt. Ggf. gibt es einzelne Seminare oder Elemente, die außerhalb stattfinden, beispielsweise der Besuch eines Hochseilgartens. Die Zahl der Teilnehmenden ist grundsätzlich begrenzt, die Seminare finden erst ab einer Teilnahme von 8 (Bogenschießen ab 4) Personen statt und sind auf maximal 12 (Grundlagenseminare bis zu 16, Bogenschießen bis zu 8) Teilnehmende begrenzt. Ein Anspruch auf Teilnahme nach Anmeldung besteht nicht.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.